Mittels eines systematischen Ausscheidungsverfahrens wird der Filter ausgewählt, der das Farbsehen des jeweiligen Patienten am besten unterstützt. Dabei werden dem Patienten verschiedene Filter vor das nicht dominante Auge gehalten, während das dominante Auge weiterhin unbeeinträchtigt visuelle Informationen wahrnimmt. Sobald der optimale Filter bestimmt ist, erfolgt dessen Applikation, je nach Präferenz und Verträglichkeit, entweder auf eine Kontaktlinse oder auf ein Brillenglas.
Im Netzhautzentrum liegen ca. 7 Millionen Zapfenzellen, diese sind für die Wahrnehmung der drei Grundfarben (Rot, Grün und Blau) zuständig. Normalerweise werden die Farbrezeptoren von Lichtwellen, unterschiedlicher Länge, gereizt. Je nach Reiz nimmt das Auge verschiedene Mischungen der drei Farben auf und leitet sie an das Gehirn weiter und werden verarbeitet. So ist normales Farbsehen im vollen Farbspektrum möglich.
Ist eine der drei Zäpfchenarten funktionsunfähig, kann das Auge die Grundfarben nicht mehr korrekt mischen. An das Gehirn werden „falsche“ Informationen weitergeleitet und Farben können nicht richtig wahrgenommen werden.
Es wird zwischen folgenden Farbfehlsichtigkeiten unterschieden: