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Myopiemanagement - Spezialversorgung mit Kontaktlinse
Als Myopiemanagement bezeichnet man die Aufgabe der Spezialist*innen, rechtzeitig eine fortschreitende Kurzsichtigkeit zu erkennen und dieser so gut wie möglich entgegenzuwirken.

Was ist das Myopiemanagement?
Vorbeugung gegen Myopie
Da unser Leben großteils drinnen stattfindet und das Sehen in relativ kurzen Distanzen dominiert, ist es wichtig einen Ausgleich zu finden. Bereits 90 Minuten Tageslicht am Tag haben einen stark positiven Effekt auf die Augen. Achten Sie auf einen ausreichenden Leseabstand und gute Lichtverhältnisse.
Tipp: 20/20/20 Regel (nach 20 Minuten für 20 Sekunden in 20 Meter Ferne schauen)
Optische Möglichkeiten bei Myopie
Um die Kurzsichtigkeit zu stoppen beziehungsweise zu verzögern gibt es mehrere optische Möglichkeiten:
- Orthokeratologie Linsen (Nachtlinsen)
- Weiche multifokale Kontaktlinsen
- Augentropfen mit Atropin (Achtung: rezeptpflichtig!)
- Spezielle Brillengläser
Orthokeratologie Kontaktlinsen
Das Tragen von speziellen Nachtkontaktlinsen hat sich als Möglichkeit zum Myopiemanagement bewährt. Diese Kontaktlinse verformt die Hornhaut des Auges über Nacht und ermöglicht so scharfes Sehen während am Tag, so ist das Tragen weiterer Kontaktlinsen oder Brillen nicht mehr nötig. Die Orthokeratologie bleibt dabei völlig reversibel.
Besonders bei Kindern und Jugendlichen bietet die Ortho-K-Linse besonders große Vorteile, da die ansteigende Kurzsichtigkeit um über 60% reduziert werden kann. Es können keine Komplikationen durch verrutschte Linsen entstehen, auch die Gefahr von Verlust oder Bruch wird verhindert.
Multifokale weiche Kontaktlinsen
Eine weitere Möglichkeit ist das Tragen von speziell entwickelten Weichlinsen. Diese Myopiemanagementkontaktlinsen dämmen den Anstieg der Kurzsichtigkeit mittels speziell geformter Geometrie während des Tragens ein beziehungsweise verzögern sie. Ähnlich wie orthokeratologische Kontaktlinsen haben diese Linsen aufgrund von einem peripheren Defokus einen positiven Effekt auf die Reduzierung des Längenwachstums. Dadurch wird der Anstieg der Kurzsichtigkeit des Auges reduziert.
Orthokeratologie
Was bedeutet Orthokeratologie?
Die Orthokeratologie gilt der gezielten Veränderung der Hornhaut zur Myopiereduktion und zur Verbesserung des freien Visus. Dies bedeutet, dass ähnlich wie bei einer Nachtzahnspange spezielle Kontaktlinsen zum Einsatz kommen, welche über Nacht die Form und somit auch die Brechkraft der Hornhaut verändern. Dadurch ist es möglich, für einen begrenzten Zeitraum auch ohne Sehbehelf scharf zu sehen.
Wie wird sie verwendet?
Mithilfe von speziellen, formstabilen Kontaktlinsen (Orthokeratologielinsen oder kurz Ortho-K-Linsen) wird die oberste Hornhautschicht über Nacht verformt. Dies verändert die Brechkraft der Hornhaut und ermöglicht es, bei regelmäßiger Anwendung Kurzsichtigkeit innerhalb eines bestimmten Dioptrienbereichs auszugleichen. Bisher wurden im Bereich einer Stärke bis zu -5,0 dpt sehr gute Ergebnisse erzielt. Werden die Kontaktlinsen nicht mehr verwendet, kehrt die Hornhaut langsam in ihre ursprüngliche Form zurück.
Vorteile der Ortho-K-Linse?
- Einfache Möglichkeit, eine Sehschwäche ohne Sehbehelf oder chirurgischen Eingriff zu korrigieren
- Eindämmung der ansteigenden Kurzsichtigkeit bei Kindern um bis zu 60%
- Wirkung von Ortho-K- Linsen reversibel
- Kurze Eingewöhnungsphase
- Stört den Schlaf nicht
- Kann während dem Schlaf nicht herausfallen
Wie funktioniert die Anpassung von Ortho-K- Linsen?
1.Schritt: Erstbesuch
- Um zu überprüfen, ob Ortho-K-Linsen für Sie geeignet sind, bieten wir Ihnen ein kostenloses Beratungsgespräch an
- Erstellung einer Videotopographie, um Oberflächengeometrie der Hornhaut zu bestimmen
- Mit diesen Daten kann ermittelt werden, ob diese Art von Kontaktlinsen für Sie geeignet sind
2.Schritt: Anpassung
- Falls Sie sich für die Anpassung der Ortho-K-Linsen entscheiden, erstellen wir Ihnen einen Anpassplan
- Dieser Plan besteht aus der Anpassung selbst und den regelmäßigen Kontrollen
3.Schritt: Erste Kontrolle
- Nach der ersten Nacht erfolgt eine Kontrolle
- Folgende Untersuchungen: Kontrolle des Linsensitzes, Sehstärkenbestimmung, Videotopographie, Inspektion der Hornhautoberfläche
4.Schritt: Weitere Kontrollen
- Untersuchungen ohne Nachtlinsen
- Folgende Untersuchungen: Sehstärkenbestimmung, Videotopographie, Inspektion der Hornhautoberfläche
Kontrollintervalle
- Nach der ersten Nacht
- Nach drei Tagen
- Nach einer Woche
- Nach 2 Wochen
- Nach einem Monat
- Dann alle drei Monate
Information
Bei Fragen zu Ortho-K-Linsen wenden Sie sich bitte an unsere Kontaktlinsenspezialist*innen!
Häufige Fragen

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